Kosten eines Nachlassverfahrens in Ungarn

Kosten eines Nachlassverfahrens in Ungarn

Die in einem ungarischen Nachlassverfahren entstehenden Kosten setzen sich im Wesentlichen aus den Gebühren für den Notar zusammen. 

Daneben entstehen für den Erben aus dem Ausland, der sich vertreten lassen möchte, Kosten für die notarielle Vollmacht für den ihn/sie vertretenden Rechtsanwalt, sowie eine möglicherweise erforderliche Apostille. Hierüber schrieben wir schon an anderer Stelle. Nicht zu vergessen ist natürlich das Honorar für den Rechtsanwalt.

Die Kosten für das eigentliche Verfahren, also die Arbeit des Notars, werden in Ungarn geregelt in einer Verordnung des Justizministers aus dem Jahre 1991. Diese Verordnung besteht aus 32 §§ und regelt sehr ausführlich, wie die Gebühren sich zusammensetzen. 

Um hier eine kurze Vorstellung von den konkreten Gebühren zu geben, sollen einige Nachlasswerte und deren Gebühren beispielhaft dargestellt werden:

– Bei einem Nachlasswert von über 5 Mio HUF, aber unter 10 Mio HUF entsteht eine Grundgebühr von 56.700,- HUF sowie ein Anteil von 0,5 % des über 5 Mio HUF liegen Wertes. 

In Euro: Bei einem Wert von 16.000,- € sind als Grundgebühr 180,- € zu zahlen, sowie 0,5 % des Wertes, der über 16.000,- €, aber unter 32.000,- € liegt. 

– Bei einem Nachlasswert von über 10 Mio HUF entsteht eine Grundgebühr von 81.700,- HUF sowie ein Anteil von 0,25 % des über 5 Mio HUF liegen Wertes. 

In Euro: Bei einem Wert über  32.000,- € sind als Grundgebühr ca 260,- € zu zahlen, sowie 0,25 % des Wertes, der über 32.000,- € liegt. 

Hinzukommen noch Gebühren für Kopien, Übersetzungen etc.

Wichtig ist, dass die Gebühren am Ende der mündlichen Verhandlung zu entrichten sind, das Geld also praktisch „mitzubringen“ ist.

Sollten Sie Beteiligte/r eines ungarischen Nachlassverfahrens sein, so können Sie den Kontakt mit uns hier aufnehmen. Wir vertreten Sie gerne im ganzen Land.

Dr. Donat Ebert
RechtsanwaltLawyer (HU, D)
office-ebert@email.de

 

 

 

Grundstück im Ausland – ausländisches Erbrecht?

Grundstück im Ausland – ausländisches Erbrecht?

Früher kam es häufig vor, dass ein Erblasser beispielsweise die deutsche Staatsangehörigkeit besaß und auch in Deutschland wohnte, daneben aber noch ein Ferienhaus in einem anderen Land sein Eigen nannte – und im Nachlassverfahren dann unterschiedliche Rechte auf das im Ausland befindliche Grundstück und auf die anderen im Inland belegenen Nachlassbestandteile angewendet werden mussten. 

Seit dem 17.08.2015 ist innerhalb der EU-Länder (außer Großbritannien, Irland und Dänemark) die Europäische Erbrechtsverordnung anzuwenden. Sie betrifft alle Fälle, in denen der Tod des Erblasser am oder nach dem 17.08.2015. 

Die genannte EU-Verordnung hat diese „Nachlassspaltung“ beseitigt. Es gilt daher einheitlich das Recht des Landes, wo der Erblasser seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hatte. 

Wenn also der Erblasser – gleichgültig, ob Deutscher, Malteser, Portugiese oder Ungar – in Deutschland seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hatte, aber auch über ein Grundstück in Ungarn verfügte, so ist auf die Rechtsnachfolge des Grundstücks ebenfalls deutsches Recht anzuwenden. 

Zur Umschreibung des Grundstücks bedarf es dann allerdings eines „Europäischen Nachlasszeugnisses“. Ist dies vorhanden, muss es – leider und unnötigerweise – noch ins Ungarische übersetzt (dies verlangen die Grundbuchämter, m.E. völlig rechtswidrig) und kann dann vorgelegt werden mit dem Antrag auf Korrektur des Grundbuchs.

Das Verfahren in Ungarn ist etwas mühselig, aber – wenn man weiß wie – funktioniert es und es wurde in meinen Fällen bisher kein eigenes ungarisches Nachlassverfahren verlangt oder ein ungarischer „Erbschein“. 

Wenn Sie eine solche Konstellation in Ungarn haben, so helfen wir gerne. Unsere Erreichbarkeiten finden Sie hier

Német ügyvéd

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt (D)
Ügyvéd (HU)
office-ebert@email.de

Ungarisches Nachlassverfahren: Kosten der Bevollmächtigung

Ungarisches Nachlassverfahren: Kosten der Bevollmächtigung

Damit wir Sie in einem ungarischen Nachlassverfahren vor dem zuständigen ungarischen Notar wirksam vertreten können, benötigen wir eine notarielle Vollmacht. 

In der Praxis läuft das so ab, dass wir uns mit Ihnen über eine Vertretung und deren – auch finanzielle – Bedingungen einigen, Ihre persönlichen Daten notieren und dann eine Vollmacht in zwei Sprachen entwerfen: Deutsch für Sie, damit Sie verstehen, was Sie unterzeichnen und Ungarisch natürlich für den Notar. Die fertige Vollmacht gleichen wir mit dem zuständigen Notar ab und übermitteln sie an Sie per Email.

Diese Vollmacht muss dann vor einem deutschen Notar unterzeichnet und mit einer sog. „Apostille“ versehen werden, d.h. mit einer Überbeglaubigung, die das örtlich zuständige Landgericht vornimmt. Leider ist die „Apostille“ im Rechtsverkehr zwischen Deutschland und Ungarn immer noch notwendig, wohingegen dies im Verhältnis zu Österreich nicht mehr benötigt wird.

Der deutsche Notar erhebt Gebühren für die Beglaubigung der vor ihm zu leistenden Unterschrift in Höhe von 20,- bis 70,- €. Die Apostille selbst kostet 20,- €, die dem Landgericht zu entrichten sind. Übernimmt der Notar die Einholung der Apostille, so kostet dies weitere 25,- €. Dies können Sie sparen, wenn Sie das selbst übernehmen. Diesen Punkt sollten Sie mit Ihrem deutschen Notar klären. 

Wenn wir dann die Vollmacht in der beglaubigten Form mit Apostille erhalten haben, können wir Sie im vollen Umfang im Nachlassverfahren vertreten, Sie brauchen dann selbst nicht zu erscheinen. 

Wenn Sie weiteren Fragen zum ungarischen Nachlassverfahren haben oder uns beauftragen möchten, so finden Sie alle unsere Kontaktdaten hier. 

Német ügyvéd

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt (D)
Ügyvéd (HU)
office-ebert@email.de

Grundbuchauszug aus Ungarn

Grundbuchauszug aus Ungarn

In vielfältigen Angelegenheiten kann es vorkommen, dass Sie einen Grundbuchauszug aus Ungarn benötigen:

– Forderungen gegen ungarisches Staatsbürger

– Forderungen gegen ungarische Unternehmen

– Ungarische Nachlassverfahren

– Erwerb eines Grundstücks in Ungarn

– Überprüfung der Glaub- und Kreditwürdigkeit ungarischer Geschäftspartner.

In welcher Konstellation auch immer, wie besorgen gerne für Sie den entsprechenden Grundbuchauszug.

Was wir benötigen sind eine Flurstücks-Nr. oder eine konkrete, präzise Adresse. Eine Abfrage nur aufgrund eines eventuellen Eigentümers ist Behörden, insbesondere Gerichtsvollziehern vorbehalten und für Rechtsanwälte nicht möglich. 

Wenn Sie ein Anliegen dieser Art haben, so schicken Sie uns am besten eine Mail unter: office-ebert@email.de.

Ansonsten finden Sie sämtliche Kontaktdaten hier.

Sprechen Sie uns an – wir helfen gerne.

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt- Ügyvéd (HU, D)
office-ebert@email.de

 

Haftung des Erben im ungarischen Erbrecht

Haftung des Erben im ungarischen Erbrecht

Das ungarische Erbrecht weicht im Hinblick auf die Haftung des Erben für den überschuldeten Nachlass erheblich vom deutschen Recht ab und zwar im positiven Sinne für den Erben:

Die Haftung des Erben ist auf den Wert des Nachlasses beschränkt. Ein „Erben im Minus“ ist dadurch in Ungarn praktisch ausgeschlossen.

Etwas anderes gilt anderes für die sog. „Nachlasskosten“. Dazu gehören all jene Kosten und Gebühren, die im Zusammenhang mit dem Anfall der Erbschaft entstehen. 

Auch haftet der Erbe für die Kosten des Nachlassverfahrens, also im Wesentlichen die Notarskosten, mit seinem eigenen Vermögen.

In der Praxis besteht jedoch noch eine Gefahr, wenn nämlich ein Grundstück geerbt wird, welches mit einer Hypothek belastet ist. Hier wird es zwar selten vorkommen, dass die Hypothek höher ist als der Wert des Grundstücks. Aber auch dies kann – bei einem hohen Verfall der Grundstückspreise – durchaus im Bereich des Möglichen stehen. Oder etwa bei einer praktischen Unverkäuflichkeit des Grundstücks. 

Es ist daher ratsam, bei einem Erbe in Ungarn frühzeitig einen Rechtsanwalt einzuschalten, der beim mit dem Nachlassverfahren befaßten Notariat Einsicht in die Akten nimmt und so schon vor der eigentlichen Nachlassverhandlung für Sicherheit sorgen und mögliche Risiken ausschließen kann. 

Wenn Sie Fragen oder Anliegen im Zusammenhang mit einer ungarischen Erbschaft haben, so können Sie hier den Kontakt zu uns aufnehmen. Oder Sie rufen uns an: 0176- 24 27 11 45.

Német ügyvéd

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt (D)
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Ungarisches Nachlassgericht – der Notar

Ungarisches Nachlassgericht – der Notar

In Deutschland ist überwiegend das Nachlassgericht zuständig (einmal abgesehen von Baden-Württemberg noch in diesem Jahr), in Ungarn ist es stets der Notar, der das Nachlassverfahren abwickelt.

Nach meiner Einschätzung und Bewertung hat sich dies auch bewährt. Die Notare sind überwiegend kompetent und nehmen ihre Verpflichtung zur Neutralität sehr ernst. 

Das Gericht wird erst dann zuständig, wenn es Einwände gegen den Nachlassübergabebeschluss des Notariats gibt.

Dann besteht natürlich die Möglichkeit, sich an die ordentliche Gerichtsbarkeit zu wenden und gegen den Beschluss des Notars durch ein Klageverfahren zur Wehr zu setzen. 

Als ungarischer Rechtsanwalt kann man selbstverständlich vor jedem Notar im gesamten Land auftreten, es gibt hier keine örtlichen Begrenzungen. 

Wenn Sie Unterstützung in einem ungarischen Nachlassverfahren benötigen, so können Sie hier gerne den Kontakt zu uns aufnehmen. Wir helfen gerne.

Dr. Donat Ebert
RechtsanwaltLawyer (HU, D)
office-ebert@email.de

 

 

Nachlassverfahren in Ungarn – muss ich erscheinen?

Nachlassverfahren in Ungarn – muss ich erscheinen?

In einem ungarischen Nachlassverfahren kann man sich auch durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen. Dieser muss ordnungsgemäß bevollmächtigt sein. Dies bedeutet, dass die Vollmacht vor einem Notar unterzeichnet und mit einer „Apostille“ versehen sein muss. Ihr Notar weiß, was das ist und wie man es erhält.

Hat der Rechtsanwalt seine Vollmacht erhalten, kann er Sie in dem Verfahren vollumfänglich vertreten.

Im Ergebnis ist Ihr Erscheinen also nicht erforderlich. Allerdings können Sie natürlich auch persönlich vor Ort sein, wenn Sie dies wünschen.

Ich bespreche in der Regel mit meinen Mandanten, dass diese zwar nicht persönlich erscheinen, aber während der Verhandlung vor dem Notariat telefonisch erreichbar sind – falls Fragen auftauchen oder Vergleiche abzuschließen sind. Damit nach Möglichkeit direkt in der Nachlassverhandlung alle Fragen geklärt werden können und der Nachlassübergabebeschluss im günstigsten Fall gleich rechtskräftig wird. 

Wenn Sie eine sachkundige Vertretung für Ihr Nachlassverfahren in Ungarn wünschen, so können Sie hier den Kontakt mit uns aufnehmen. 

Német ügyvéd

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt (D)
Ügyvéd (HU)
office-ebert@email.de

 

 

Geerbt in Ungarn – wie geht es weiter?

Geerbt in Ungarn – wie geht es weiter?

Eine Erbschaft in Ungarn wirft einige Fragen und manches Problem auf. Hierbei sind für die meisten Nicht-Ungarn die sprachlichen Probleme die größten. Und möglicherweise auch, einen Rechtsanwalt zu finden, mit dem man in vernünftigem Deutsch die Probleme und Fragen besprechen kann und auch brauchbare Antworten erhält. 

Ist dieses Problem einmal gelöst, geht es eigentlich in der Regel überraschend transparent und unkompliziert weiter. 

Denn die Nachlassverfahren werden in den meisten Fällen von den Notariaten gut vorbereitet, die Informationen gesammelt und den Parteien spätestens in der Nachlassverhandlung wohl geordnet präsentiert. Und dies wesentlich besser als in einem deutschen Nachlassverfahren. Ja, auch das soll einmal hier gesagt werden: Manche Dinge laufen in Ungarn besser als in Deutschland. Das Nachlassverfahren ist eines davon. 

Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Ihr Nachlassverfahren in Ungarn benötigen, so können Sie gerne hier den Kontakt zu uns aufnehmen.

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt – Ügyvéd
office-ebert@email.de

 

Nachlassverfahren Ungarn – wie lange dauert es?

Nachlassverfahren Ungarn – wie lange dauert es?

Die genaue Antwort auf diese Frage hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Zunächst einmal davon, ab wann man rechnet. Ab dem Moment, wo das Verfahren beim Notar vorliegt oder gerechnet ab Eintritt des Todesfalles? Denn zwischen den Zeitpunkten kann auch eine geraume Zeit vergehen. 

Auch hängt natürlich sehr viel davon ab, wie gut die Angelegenheit vorbereitet wird und ob alle Informationen dem Notar schon vorliegen oder erst mühsam beschafft werden müssen. 

Und ganz erheblich hängt es davon ab, welches Recht anzuwenden ist. Wobei seit Inkrafttreten der Europäischen Erbrechtsverordnung in meiner Praxis jedenfalls die Anzahl der Fälle abnimmt, in denen ausländisches Recht anzuwenden ist. 

Aber der Leser möchte hier sicherlich einen gewissen Eindruck gewinnen. Lassen Sie es uns so sagen: Das ungarische Nachlassverfahren wird sicherlich einige Monate in Anspruch nehmen, aber in der Mehrzahl der Fälle ist das Verfahren innerhalb weniger eines halben Jahres beendet nach Eintritt des Todesfalles. Wenn keine Komplikationen auftreten. 

Wenn Sie ein Nachlassverfahren in Ungarn haben, so können Sie gerne jederzeit hier den Kontakt mit uns aufnehmen. Wir vertreten Sie von Anfang bis Ende, auch in der späteren Abwicklung in Deutschland, sollte dies erforderlich sein. 

Német ügyvéd

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt (D)
Ügyvéd (HU)
office-ebert@email.de

Auskunft Einwohnermeldeamt Ungarn

Auskunft Einwohnermeldeamt Ungarn

Mandanten wenden sich an uns, weil sie zumeist die offizielle Adresse von ungarischen Staatsbürgern benötigen, etwa um diese in Deutschland verklagen zu können. Häufig scheitern auch Zustellungen, weil die Ungarn dort nicht mehr gemeldet sind – oder die Post aus anderen Gründen nicht zugestellt werden kann.

In Ungarn gibt es eine zentrale Stelle, die solche Auskünfte erteilen kann. Dies ist zunächst die gute Nachricht. 

Die schlechte Nachricht ist die, dass man für die Meldeauskunft sehr genau nachweisen muss, warum man einen Grund für die Erlangung der Information zu haben meint. 

So verlangt das zentrale Einwohnermeldeamt beispielsweise bei einem ungarischen Beklagten den Nachweis, dass dieser tatsächlich verklagt worden ist und zwar von demjenigen, der die Auskunft möchte. Hierzu muss ein Dokument vom Gericht vorgelegt werden in ungarischer Übersetzung – natürlich durch das OFFI, das Landesübersetzungsbüro. Das Dokument sollte – wie könnte es anders sein – einen Stempel tragen. 

Derjenige, der die Auskunft verlangt sollte einen Rechtsanwalt mit der Erlangung beauftragen, der seine Vollmacht im Original vorlegen können sollte. 

Durch diesen Aufwand sind Sie leicht mit Kosten von 200 – 300,- € dabei. 

Wenn Sie Unterstützung für Ihre Rechtsstreite in Ungarn brauchen, so können Sie hier den Kontakt zu uns aufnehmen. 

Dr. Donat Ebert RechtsanwaltLawyer (HU, D) office-ebert@email.de

Dr. Donat Ebert
RechtsanwaltLawyer (HU, D)
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Namen in Ungarn

Namen in Ungarn

Die Schreibweise ungarischer Namen bereitet manchmal Schwierigkeiten. Denn die Ungarn schreiben die Namen in einer anderen Reihenfolge als wir und zwar stets. Auch wenn man sich selbst oder jemand anders im Gespräch vorstellt, wird der Name so genannt. Also andersherum.  

Auch ich habe damit so meine Probleme, vielleicht sogar größere als andere. Mit meinem Vornamen, insbesondere. Nicht weil ich meinen Namen nicht wüsste, sondern weil die Leute den Vornamen „Donat“ kaum kennen. 

Also machen wir ein Beispiel mit meinem Namen:

Ich heiße in Deutschland: Donat Ebert (genauer: Dr. Donat Ebert, aber das lassen wir jetzt einmal weg). Denn mein Vorname ist Donat, der Familienname Ebert. Wie der Reichspräsident (nicht verwandt und nicht verschwägert). 

In Ungarn ist das dann: Ebert Donat. Kein Komma, kein gar nichts. Erst der Familienname, dann der Vorname.

Anderes Beispiel: 

Ungarn heißen oft Molnár (deutsch: Müller). Ein geläufiger Vorname ist László (Ladislaus).

Der Betreffende schreibt seinen Namen also in Ungarn: Molnár László. In Deutschland hieße er dann László Molnár.

Alles klar?

Warten Sie ab, das war einfach: Jetzt kommen die Namen der Damen.

Eine Ungarin könnte mit Vornamen Ibolya (Veilchen) heißen. Nachname könnte sein Lakatos (Schlosser). Sie heißt dann auf Ungarisch Lakatos Ibolya. Auf Deutsch Ibolya Lakatos.

Jetzt heiratet aber Frau Lakatos Herrn László Molnár. Wenn sie dann die traditionelle Führung des Namens wählt, so heißt sie: Molnár Lászlóné Lakatos Ibolya. Das „né“ steht für „Frau“, auf gut deutsch also: „dem László Molnár seine Ibolya Lakatos“ (man kennt das vielleicht noch von Michail Gorbatschows Frau: sie hiess Raissa Gorbatschowa. Was dem Russen also sein „a“ ist dem Ungarn sein „né“). 

Wenn Herr Molnár noch einen Doktor-Titel hat, wird daraus: Dr. Molnár Lászlóné Lakatos Ibolya. 

Wenn aber Frau Lakatos, also jetzt dem Molnár seine Frau, auch einen Doktor-Titel führt, wird daraus:

Dr. Molnár Lászlóné Dr. Lakatos Ibolya. 

Kein Witz. Da in Ungarn alle Menschen, die die juristische oder die medizinische Fakultät abgeschlossen haben, einen Doktortitel erhalten, kommt dieser „Doppel-Doktor“ in der Realität häufig vor (dieser „Doktor“ von der juristischen Fakultät müsste allerdings „dr.“ geschrieben werden, also mit kleinem „d“. Sieht aber nur halb so schlau aus, deswegen macht es kaum einer. Im Übrigen bitte diesen Titel nicht etwa „Clowns-Doktor“ nennen – habe ich vielfach ausprobiert, kam nie gut an – außer mir fand das irgendwie nie jemand witzig).

Diese Doppel-Doktornamen findet man häufig genug bei ungarischen Juristinnen der älteren Generation, insbesondere bei Richterinnen, die häufig genug mit einem Rechtsanwalt – beispielsweise – oder mit einem anderen Richter verheiratet sind.

Heute behalten viele Ungarinnen nach der Heirat ihren Mädchennamen. Aber da ist die Praxis uneinheitlich und nicht zwingend vorgeschrieben. Dann bliebe es also bei „Dr. Lakatos Ibolya“, verheiratet mit „Dr. Molnár László“.

Immer noch alles klar? 

Also ich habe Jahre gebraucht, um das so richtig zu verstehen, was ich hier so mal eben weiter gebe. 

Ich wünsche jedenfalls viel Spaß in Ungarn!

Wenn diese Ausführungen noch nicht alle Ihre Probleme im und mit diesem schönen Land gelöst haben, so erreichen Sie mich hier.

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt - Lawyer (HU, D) office-ebert@email.de

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt – Ügyvéd (HU, D)
office-ebert@email.de

 

Mädchenname der Mutter: in Ungarn stets erforderlich

Mädchenname der Mutter: in Ungarn stets erforderlich

Die Ungarn fragen zur Identifikation einer Person immer nach dem Mädchennamen der Mutter der/des Betreffenden.

So tue auch ich es, wenn ich mir zum Beispiel eine Vollmacht für ungarische Angelegenheiten ausstellen lasse. Und habe dabei schon die kuriosesten Antworten erhalten. Besonders gefällt mir die Rückfrage: „Was hat denn meine Mutter damit zu tun?“ Tja, weiß ich auch nicht, brauche ich aber. Ich habe die Frage mir auch nicht ausgedacht und ich möchte die Frau Mutter des Mandanten auch gerne aus dem Spiel lassen. Geht aber nicht immer. 

Daher hier zur Klarstellung (obwohl: auch in Deutschland wird dies oft genug abgefragt):

„Mädchenname der Mutter“ bedeutet die Angabe des vollen Namens, den die Mutter nach der Geburt erhielt. Und führte. Sehr häufig halt bis zur Hochzeit, nach der meistens die Mandantin/der Mandant geboren wurde. Nach der Hochzeit wurde dann der Name des Ehemannes übernommen, dies war zumindest früher die Regel.  

Beispiel: Der Mandant heißt Hans Müller. Meistens heißt dann die Mutter auch Müller, beispielsweise Else. Aber Else wurde in vielen Fällen nicht als „Else Müller“ geboren. Sondern vielleicht als „Else Meier“, nur hat sie dann einen Herrn „Müller“ geheiratet. Die ungarischen Behörden sind aber auf den Mädchennamen der Mutter neugierig. Also hier: „Else Meier“.

Alles klar? Sie glauben gar nicht, wie viele Schwierigkeiten es hier schon gab. 

Angemerkt sei, dass in der ungarischen Weise der Identifikation durchaus eine gewisse Ratio liegt:

Erstens ist der Name der Mutter in der Regel bekannt – der Name des Vaters ja durchaus nicht immer. 

Weiter kann so ein Mensch wirklich anhand des Namens in den allermeistens eindeutig identifiziert werden. Denn „Müllers“ gibt es viele, die Kombination Müller, Mädchenname der Mutter: Meier schon weniger.

Wenn Sie mich zur Lösung Ihrer Probleme in Ungarn bevollmächtigen wollen, so können Sie hier den Kontakt aufnehmen.  Wie Sie dann die Vollmacht ausfüllen müssen wissen Sie ja jetzt schon 😉

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt - Ügyvéd office-ebert@email.de

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt – Ügyvéd
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Nachlassverfahren Ungarn: Vertretung vor Notariat

Nachlassverfahren Ungarn: Vertretung vor Notariat

Wenn Sie in einem Nachlassverfahren in Ungarn von einem ungarischen Notar geladen worden sind, so enthält die Ladung sicherlich einen Hinweis darauf, dass Sie sich in diesem Verfahren auch durch einen ungarischen Rechtsanwalt vertreten lassen können. 

Um Sie dort wirksam vertreten zu können, benötigen wir einen Vollmacht von Ihnen, die wir Ihnen in zwei Sprachen ausstellen – damit Sie auch wissen, was Sie unterschreiben.

Mit dieser Vollmacht müssen Sie dann wiederum einen deutschen Notar aufsuchen, der Ihre Unterschrift beglaubigt. Dies reicht aber leider derzeit noch nicht: Diese Beglaubigung muss ihrerseits noch „überbeglaubigt“ werden. Dies erfolgt durch eine sogenannte „Apostille“. Ihr deutscher Notar weiß aber natürlich, wie eine solche Apostille zu erhalten ist und kümmert sich hierum.

Leider dauert es einige Zeit, bis die Apostille ausgestellt wird. Sie sollten also sich rechtzeitig kümmern, damit die Vollmacht erstellt und an Sie übermittelt werden kann.

Eine andere Möglichkeit ist, ein ungarisches Konsulat aufzusuchen, wo Sie die Unterschrift vor dem Konsularbeamten vornehmen. Dann ist keine Apostille erforderlich. Leider gibt es aber nur wenige Städte in Deutschland, wo sich ein ungarisches Konsulat befindet. Die Angaben hierzu finden Sie im Internet. 

Wenn Sie weitere Fragen oder sonstige Probleme mit dem ungarischen Erbrecht haben, so kontaktieren Sie uns bitte hier.

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt - Ügyvéd office-ebert@email.de

Dr. Donat Ebert
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Deutschsprachiger Rechtsanwalt in Ungarn

Deutschsprachiger Rechtsanwalt in Ungarn

„Mei, bin i froh, dass ich Sie gefunden habe!“ Habe ich heute wieder von einer Mandantin gehört. 

Die Dame hatte Monate damit verbracht, in einer Erbrechtssache jemanden zu finden, der ihr helfen konnte und den sie versteht und der sie versteht. Dies ist häufig nicht der Fall, aufgrund der Sprachschwierigkeiten. Wer kann schon ungarisch auf einem Niveau, dass man mit hiesigen Rechtsanwälten kommunizieren kann, selbst wenn man ungarische Wurzeln hat.

Und welcher ungarische Rechtsanwalt kann schon so gut deutsch und kennt die deutschen Verhältnisse richtig fundiert, dass er/sie die Mandanten wirklich versteht?

Es gibt in Ungarn zwar viele deutsche Rechtsanwälte, die ungarisch können und zum Teil auch die ungarische Rechtsanwaltszulassung haben. Aber die meisten davon vertreten lieber große Unternehmen, Banken und so weiter. Nicht den „Normalbürger“ mit seinen ganz speziellen Sorgen und Nöten, bei denen engagiert weitergeholfen werden muss. 

Aber jetzt haben Sie mich ja gefunden. Sehen Sie sich um auf meiner Website und wenn Sie einen positiven Eindruck haben – was ich hoffe – dann nehmen Sie den Kontakt hier auf. 

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt in D und HU office-ebert@email.de

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt in D und HU
office-ebert@email.de

 

Was ist das OFFI in Ungarn?

Das OFFI ist das ungarische Übersetzungs- und -beglaubigungsbüro, das laut seiner Website auf eine 147-jährige Geschichte zurückblickt.

Das OFFI hat bis heute das Monopol auf Übersetzungen, die von Gerichten und Behörden anerkannt werden. 

Das OFFI ist bekannt dafür, zu überhöhten Preisen und in – zumindest gelegentlich – fragwürdiger Qualität zu arbeiten. Hinter vorgehaltener Hand erzählen auch Übersetzer und Dolmetscher, dass sie von dem Geld, das das OFFI kassiert, nur einen geringen Anteil erhalten. Dies hält solche qualifizierte Fachkräfte, die sich das leisten können, auch davon ab, für OFFI tätig zu werden. Sollte das OFFI aufgrund dieses Artikels gegen mich vorgehen, so werde ich meinen hiesigen Vortrag auch in einem Rechtsstreit belegen können. Nur zu, also!

Besonders ärgerlich ist die obligatorische Einbeziehung von OFFI-Übersetzungen in Verfahren, bei denen Formblätter der EU verwendet werden. Diese Formblätter sind in jeder Amtssprache der EU vorhanden, es wäre also ein Leichtes, dass die Bearbeiter an Gerichten und Behörden das Formblatt auf ungarisch neben das Formular auf deutsch danebenlegen und so denn genau wissen, was dort auf deutsch bescheinigt wird. Nein, es wird eine OFFI-Übersetzung verlangt, bei der das OFFI nichts anderes tut, als das ungarische Formblatt auf Ungarisch auszufüllen und dann so zu tun, als hätten x Seiten komplett übersetzt werden müssen.

Leider hatte ich bis heute keinen Mandanten, der bereit war, gegen das OFFI vorzugehen und ich  habe keine Berechtigung dazu, da ich selbst keinen Schaden habe. Vielleicht haben Sie Lust und Energie? Ich stehe zur Verfügung. Sie finden meine Kontaktdaten hier

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt in D und HU office-ebert@email.de

Dr. Donat Ebert
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