Letzter Wille von Ausländern in Deutschland

Letzter Wille von Ausländern in Deutschland

Hunderttausende von Ausländern leben in Deutschland mit zum Teil ständigem Wohnsitz. Und viele von ihnen verfassen irgendwann ein Testament, welches den Nachlass nach ihrem Willen reichten soll.

Sehr häufig genügen diese Testamente aber nicht den Anforderungen des Deutschen Erbrechts. Weshalb sie nicht unwirksam sein müssen. Jedoch werten die Nachlassgerichte nicht selten solche Testamente als ungültig.

Dies ist falsch:

Sowohl die Hager Konvention 1961 (!), als auch die Erbrechtsverordnung von 2012 – in Kraft seit dem 17. August 2015 – regeln ganz klar, dass es etwa ausreicht, wenn der Erblasser die Formvoraussetzungen einhält, die in dem Land gelten, dessen Staatsangehörigkeit er/sie besitzt. 

Dasselbe gilt auch, wenn das Testament etwa im Ausland geschrieben wurde und die formellen Voraussetzungen dieses Landes einhält. 

Diese Rechtslage ist so klar, dass es einen schon sehr wundern muss, wenn ein Nachlassgericht nur auf die Einhaltung der deutschen Vorschriften achtet. 

Sollten Sie eine solche Konstellation haben, so können Sie den Kontakt zu uns hier aufnehmen. 

Német ügyvéd

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt (D)
Ügyvéd (HU)
office-ebert@email.de

Ich habe geerbt in Deutschland….

Ich habe geerbt in Deutschland…..

Und musste mich doch sehr wundern. Wo ist denn die deutsche Korrektheit!“

Da ich überwiegend Ausländer als Mandanten habe, die in Deutschland geerbt haben, musste ich einen solchen oder ähnliche Sätze schon sehr oft hören.

Insbesondere, aber bei weitem nicht nur, wenn die Erben aus dem osteuropäischen Raum kommen. Dann meinen offenbar viele meiner Landsleute, mit „denen“ können sie alles machen. Sehr häufig werden hierbei mangelnde Sprach- und Rechtskenntnisse ausgenutzt und „wilde Geschichten“ erzählt, was das deutsche Recht nicht so alles sagt. Angeblich. 

Ich hatte schon eine ungarische Mandantin, die mit 30.000,- € „abgespeist“ werden sollte. Wie sich dann herausstellte, ging es tatsächlich um ein Mehrfamilienhaus in einer deutschen Großstadt. Und am Ende erhielt die Mandantin 300.000,- €. Ein kleiner Unterschied. 

Wenn Sie in Deutschland geerbt haben und unsicher sind – sprachlich, rechtlich etc. – so sollten Sie sich auf jeden Fall an einen kompetenten Rechtsanwalt wenden, der sich für Sie engagiert und Sie umfassend berät. Sonst könnte Ihnen etwas verloren gehen, was Ihnen zusteht – weil es der Erblasser so wollte, oder weil es das deutsche Recht so will.

Wenn Sie Fragen haben zum deutschen Erbrecht, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt - Lawyer (D) office-ebert@email.de

Dr. Donat Ebert
Rechtsanwalt – Lawyer (D)
office-ebert@email.de

 

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 14

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 14

Was kostet die Eröffnung des Testaments?

Nach neuem Recht kostet die Eröffnung des Testaments unabhängig vom Wert des Nachlasses einheitlich 100,- €, Kostenverzeichnis Nr. 12101 der GNotKG. Diese sind von den Erben zu „entrichten“, also zu bezahlen.

Wenn Sie ein Problem haben im deutschen Erbrecht, so können Sie hier den Kontakt zu uns aufnehmen.

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt - Lawyer (D) office-ebert@email.de

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 13

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 13

Was passiert nach der Testamentseröffnung?

Die Beteiligten werden schriftlich vom Gericht in Kenntnis gesetzt, ggfls. unter vollständiger oder teilweise Übermittlung des Testaments.

Ab dem Erhalt dieses Briefes läuft die Frist zur Ausschlagung der Erbschaft. Es ist ratsam, nach Erhalt des Briefes vom Nachlassgerichts einen sachkundigen Rechtsanwalt aufzusuchen.

Wenn Sie ein Problem haben im deutschen Erbrecht, so können Sie hier den Kontakt zu uns aufnehmen.

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt - Lawyer (D) office-ebert@email.de

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 12

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 12

Was passiert, wenn doch zur Testamentseröffnung geladen wurde, ich aber nicht erscheinen konnte?

Dies bleibt folgenlos, keine Angst. Sie erhalten dann schriftlich per Post eine Kopie des Testaments bzw. Ergebnisses der Testamentseröffnung. Sie müssen hierzu nicht erscheinen, deshalb hat ein Fernbleiben auch keine – negativen – Konsequenzen.

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 11

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 11

Werden die Beteiligten zur Eröffnung des Testaments „geladen“, also vom Gericht gewissermaßen gebeten zu erscheinen?

In der Praxis wird dies nur selten erfolgen, obwohl das Gesetz die Möglichkeit hierzu vorsieht.

Was man so häufig im Fernsehen sieht, wie alle gespannt darauf warten, dass der Richter – am besten noch in schwarzer Robe! – feierlich mit bedeutendem Gesichtsausdruck den Umschlag aufschneidet, geht an der Realität vorbei.

Also: das Gericht kann laden, wird es aber voraussichtlich nicht tun.

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 10

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 10

Was ist der erste Schritt des Gerichts?

Das Gericht muss innerhalb kurzer Zeit nach Erlangung der Kenntnis vom Todesfall das Testament „eröffnen“. Der Ausdruck „eröffnen“ rührt daher, dass in der Regel ein Testament sich in einem verschlossenen Umschlag befindet und dieser „geöffnet“ werden muss.  

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 9

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 9

Was passiert, wenn jemand das Testament nicht abliefert?

Wie schon zuvor erwähnt ist jeder, der ein Dokument auffindet, dass ein Testament darstellen könnte, verpflichtet, dies beim Nachlassgericht unverzüglich – also ohne überflüssiges und vermeidbares Verzögern – abzugeben. Wer dies nicht tut, kann bestraft oder sogar von der Erbschaft ausgeschlossen werden.

Es dürfte jedoch eine hohe Dunkelziffer von nicht abgegebenen Testamenten geben. Hören Sie davon, dass jemand sich so verhalten hat, so sollten Sie sofort einen sachkundigen Rechtsanwalt einschalten.

Denn ein Testament, das – warum auch immer – nicht „vorhanden“ ist, kann auch nur sehr schwierig die Grundlage einer Erbschaft sein (dann bedarf es anderer Beweismittel). Und das Nachlassgericht hat keine Befugnisse zu „Ermittlungen“. 

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 8

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 8

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 8

Prüft das Gericht die Gültigkeit des Testaments?

Generell gesprochen: Nein! Eine solche Prüfung wird erst vorgenommen, wenn potentielle Erben einen Erbschein beantragen.

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 6

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 6

Woher weiß das Gericht vom Todesfall?

Verstirbt jemand in Deutschland, so ist der Todesfall bei demjenigen Standesamt anzuzeigen, in dessen Bezirk der Betreffende verstorben ist. Das Standesamt wiederum informiert das Nachlassgericht.

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 5

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 5

 

Wo kann die Ausschlagung einer Erbschaft in Deutschland erklärt werden?

Hierfür ist das Gericht zuständig, in dem der Ausschlagende seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Da die Ausschlagung an eine Frist gebunden ist, sollten Sie sich in jedem Falle bei dem Gericht, dass Sie angeschrieben hat, erkundigen und die erhaltene Auskunft sorgfältig protokollieren.  

Von dort wird die Erklärung an das ansonsten zuständige Nachlassgericht übersandt.

Ausschlagungen von Personen, die im Ausland wohnen, können auch an einem deutschen Konsulat die Erklärung abgeben. Achten Sie in jedem Fall auf die Fristen und holen Sie sich sachkundigen Rat.

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 4

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 4

Wer ist innerhalb des Gerichts zuständig?

Nachlassangelegenheit werden von der „Nachlassabteilung“ des Amtsgerichts abgewickelt. Insofern kann man auch vom „Nachlassgericht“ sprechen.

Innerhalb des Gerichts ist entweder ein „Rechtspfleger“ oder Richter zuständig. Richter sind insbesondere zuständig, wenn ausländisches Recht zur Anwendung kommen kann.

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 3

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 3

Welches Gericht ist zuständig, wenn der Erblasser keinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland zum Zeitpunkt des Todes oder vorher hatte?

Das Amtsgericht Schöneberg ist dann für das Nachlassverfahren zuständig, wenn der Erblasser Deutscher war und/oder sich Gegenstände des Nachlasses im Inland, also in Deutschland befinden.

Das Amtsgericht Schöneberg kann allerdings aus einem „wichtigen Grund“ an ein anderes Nachlassgericht in Deutschland verweisen.

In diesen Fällen ist aber inzwischen darauf zu achten, ob ein deutsches Nachlassverfahren überhaupt benötigt wird oder ob ein „Europäisches Nachlasszeugnis“ ausreicht.

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 2

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 2

Welches Gericht ist zuständig, wenn der Erblasser Deutschland verlassen hat und dort keinen gewöhnlichen Aufenthalt mehr hat?

In diesem Falle ist das Gericht zuständig, wo der Erblasser zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte.

Etwas anderes gilt, wenn das Testament in amtlicher Verwahrung bei einem Gericht befindet. Dann ist dieses Gericht zumindest für die Eröffnung des Testamentes zuständig. Dies gilt übrigens auch im Allgemeinen: Ist ein Testament in amtlicher Verwahrung bei einem Amtsgericht hinterlegt, so ist dieses AG zuständig für das Nachlassverfahren. 

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Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 1

Nachlassverfahren in Deutschland – spezielle Fragen 1

Welches Gericht ist üblicherweise zuständig?

Dasjenige Gericht ist zuständig für das Nachlassverfahren, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt gewohnt hat.

Nicht entscheidend ist, wo der Erblasser gemeldet, also offiziell registriert war, denn das Gesetz spricht hier nur von dem „gewöhnlichen Aufenthalt“. Ist der Erblasser also in München angemeldet, lebt aber seit längerer Zeit fest in Hamburg, hat sich dort nur nicht gemeldet, so ist Hamburg zuständig.

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