Kosten eines Nachlassverfahrens in Ungarn

Kosten eines Nachlassverfahrens in Ungarn

Die in einem ungarischen Nachlassverfahren entstehenden Kosten setzen sich im Wesentlichen aus den Gebühren für den Notar zusammen. 

Daneben entstehen für den Erben aus dem Ausland, der sich vertreten lassen möchte, Kosten für die notarielle Vollmacht für den ihn/sie vertretenden Rechtsanwalt, sowie eine möglicherweise erforderliche Apostille. Hierüber schrieben wir schon an anderer Stelle. Nicht zu vergessen ist natürlich das Honorar für den Rechtsanwalt.

Die Kosten für das eigentliche Verfahren, also die Arbeit des Notars, werden in Ungarn geregelt in einer Verordnung des Justizministers aus dem Jahre 1991. Diese Verordnung besteht aus 32 §§ und regelt sehr ausführlich, wie die Gebühren sich zusammensetzen. 

Um hier eine kurze Vorstellung von den konkreten Gebühren zu geben, sollen einige Nachlasswerte und deren Gebühren beispielhaft dargestellt werden:

– Bei einem Nachlasswert von über 5 Mio HUF, aber unter 10 Mio HUF entsteht eine Grundgebühr von 56.700,- HUF sowie ein Anteil von 0,5 % des über 5 Mio HUF liegen Wertes. 

In Euro: Bei einem Wert von 16.000,- € sind als Grundgebühr 180,- € zu zahlen, sowie 0,5 % des Wertes, der über 16.000,- €, aber unter 32.000,- € liegt. 

– Bei einem Nachlasswert von über 10 Mio HUF entsteht eine Grundgebühr von 81.700,- HUF sowie ein Anteil von 0,25 % des über 5 Mio HUF liegen Wertes. 

In Euro: Bei einem Wert über  32.000,- € sind als Grundgebühr ca 260,- € zu zahlen, sowie 0,25 % des Wertes, der über 32.000,- € liegt. 

Hinzukommen noch Gebühren für Kopien, Übersetzungen etc.

Wichtig ist, dass die Gebühren am Ende der mündlichen Verhandlung zu entrichten sind, das Geld also praktisch „mitzubringen“ ist.

Sollten Sie Beteiligte/r eines ungarischen Nachlassverfahrens sein, so können Sie den Kontakt mit uns hier aufnehmen. Wir vertreten Sie gerne im ganzen Land.

Dr. Donat Ebert
RechtsanwaltLawyer (HU, D)
office-ebert@email.de

 

 

 

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