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Das Widerrufstestament im deutschen Erbrecht

Das Widerrufstestament ist im Grunde ein neues Testament, welches ein früheres „widerruft“, also eine davon abweichende neue Regelung enthält, die von der früheren abweicht. 

Die gesetzliche Regelung hierzu findet sich in § 2254 BGB, wobei die Regelung dort relativ wenig Aussagekraft hat. 

Der Widerruf kann ausdrücklich oder konkludent erfolgen, also durch Auslegung zu ermitteln sein. Das Wort „Widerruf“ braucht daher natürlich nicht verwendet zu werden. Es reicht aus, dass klar ist, dass das frühere Testament nicht oder nicht vollständig wirksam sein soll.

Auch beim Widerrufs-Testament gelten die üblichen Formerfordernisse wie allgemein bei der Abfassung eines Testamentes.  

Es muss nicht in derselben Form errichtet werden wie das widerrufene Testament. Es reicht also, dass ein etwa notarielles Testament durch ein handschriftliches widerrufen wird. Dies folgt aus der Gleichwertigkeit der Testamentsformen: Ein notarielles Testament ist nicht „wirksamer“ als ein handgeschriebenes. 

Sollten Sie weitere Fragen zum deutschen Erbrecht haben, so können Sie den Kontakt zu uns hier aufnehmen.

Dr. Donat Ebert Rechtsanwalt office-ebert@email.de

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Rechtsanwalt
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