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Zur Frage, ob der Verteidiger die Wahrheit vom Mandanten erfragen muss oder sollte, gibt es unterschiedliche Meinungen

Die eine Meinung stellt die autonome Entscheidung des Beschuldigten, des Mandanten, hier in den Vordergrund und kommt zu dem Ergebnis, dass der Verteidiger die Entscheidung des Mandanten, nicht alles zu erzählen, in jedem Falle zu respektieren hat.

Die Gegenmeinung ist überzeugt, dass der Verteidiger nur in Kenntnis der vollen Wahrheit seine Verteidigungsstrategie sorgfältig aufbauen könne und hält es für richtig, zumindest zu versuchen, den Mandanten zu einer vollen Darstellung der Ereignisse aus seiner Sicht zu bewegen.

Aber natürlich gibt es eine noch viel größere Anzahl an Meinungen, die zwischen diesen beiden Extremen liegt. Und wie immer dürfte der richtige Weg in der Mitte liegen.

Es wird dem Verteidiger zu überlassen sein, wie er sich in einer konkreten Situation entscheidet. Ob er alles hören möchte oder auch sagt, „ich muss nicht alles wissen“. 

Es kommt auf den speziellen Fall mit seinen Eigenheiten an. Verallgemeinerungen dürften hier nicht weiter helfen. Wichtig ist das Vertrauensverhältnis zwischen Rechtsanwalt und Mandant. Deswegen wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Verteidiger sich so oder so verhält. Er/sie wird schon wissen, was im vorliegenden Fall richtig ist. 

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